Törpin darf nicht sterben

Reportage von Anne Kathrin Thüringer

Das Erste, 08.03.2014., 15:30 Uhr

Das Dörfchen Törpin im Osten Mecklenburg-Vorpommern ist vom Aussterben bedroht. Doch statt Tristesse und Niedergang zeigt die Reportage, wie das Dorf den Wandel versucht.

Dorfmitte Törpin

180 Menschen wohnen heute noch in Törpin, 700 waren es mal. Die Jungen ziehen der Arbeit nach und lassen die Alten zurück. Die Gemeinschaft bricht weg. Für die ARD-Reportage hat Anne Kathrin Thüringer das Dorf ein halbes Jahr begleitet – vom Winter bis zum Frühlingsfest. Im Zentrum des Films stehen drei Dorfbewohner, die auf ihre Art dem demografischen Wandel trotzen:

Irmgard Engelbrecht, die der Vereinsamung mit Handarbeitstreffs und Kaffeekränzchen abhelfen will. Und der Tischler Günther Wiesener, der seine kleine Rente durch Imkern aufpoliert. Die Hoffnung von Wiesener, Engelbrecht und all den wenigen anderen gilt dem „Professor“. Dr. Dr. Helmut Pratzel hatte den Osten 1961 wegen Repressionen verlassen und kam vor 14 Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern zurück, um dort „noch was zu bewegen“.

toerpin-darf-nicht-sterben_werkstatt

Seitdem mobilisiert er das Dorf. Das geht nicht immer reibungslos. Doch Professor Pratzel kann seine ersten Erfolge feiern: Die alte Schule wird zum Dorftreff. Ein Bürgerbus fährt über das Land und ein Café verleiht dem alten Konsumladen neuen Glanz. Doch immer wieder muss er auch Rückschläge verkraften.

Presse

Süddeutsche Zeitung